Shemale

Sämtliche Blogartikel, sind wie im ganzen Blog, auch hier nicht immer Sachlich perfekt, denn sie sind immer aus meiner Sicht und wie ich es erlebt habe geschrieben. Auch sind nicht immer alle Informationen die mir zugänglich sind, perfekt. Ich korrigiere solche Fehler gerne schnellst möglich.



Sind wir nicht alle irgendwie Anders?

Liebe Leser

Durch einen wundervollen Zufall, hatte ich die Ehre Vanessa kennen lernen zu dürfen, an der Eröffnung des King am Grill an der Badenerstrasse 248. Auf Anhieb war mir klar dass wir uns gut verstehen werden. Kennt ihr dieses Gefühl wenn es einfach stimmt und man ungezwungen sich unterhalten kann, als kenne man sich schon lange, dabei sind es knapp 3 Minuten her seit dem ersten Hallo? 🙂 So war es für mich mit der bezaubernden Vanessa. Dass Sie/er etwas „Anders“ ist, war für mich kein Hindernis. Im Gegenteil, hat es mich eher fasziniert. Der aussergewöhnlichste Gast an der ganzen Eröffnung, umgeben von sehr vielen „anders denkenden Türkischen Herren“. Ich bin eine Junge Frau die weder Transsexuell noch Homosexuell ist, aber ich habe mich mit diesem Thema ziemlich oft befasst, da viele meinen dass dieses Tabu Thema in islamischen Ländern immer noch unter den Tisch gekehrt werden, das stimmt nicht ganz. Ihr werdet überrascht sein wie weit Menschen wie Vanessa in der Türkei schon sind und genau darüber möchte ich euch gerne berichten.

Sind wir nicht alle irgendwie Anders?

Wenn wir einen Funken Toleranz-Gefühl empfinden, auch wenn wir uns im ersten Moment nicht gleich in eine Situation hinein versetzen können, ist da nicht der erste Gedanke: „hmm… jedem das seine.“ Man sagt das so plump daher, aber ist eigentlich jedem bewusst dass viele das zwar sagen, aber nicht wirklich meinen? Ist wirklich jedem sein eigener freier Wille erlaubt und akzeptiert? Vergisst die Akzeptanz, wie sieht es aus mit „Leben und Leben lassen“ so zu sagen die einfachste Form der Toleranz ???? Wir sagen so vieles und meinen davon in Wahrheit so oft, so wenig. So meinen viele wenn sie sagen „jedem das seine“ = „Mir doch egal so lange es mich nicht betrifft“ und „Leben und Leben lassen“ = „Ist mir doch Schnuppe, so lange sie sich von mir fern halten“

Gleichgültigkeit oder gar gegen etwas zu sein, das man ansich nicht mal versucht hat zu verstehen. Das zweitere trifft eher auf die türkische Einstellung gegenüber Transsexuellen zu. Natürlich nach aussen, denn in Wirklichkeit gibt es so viele von diesen Herren die es zwar in der Öffentlichkeit als abstossend benennen, aber sich heimlich in der Nacht in Taksim mit Transsexuellen treffen. Vor allem in den unteren Schichten der Türkei besteht natürlich das Tabu nach wie vor, man macht, aber spricht nicht darüber. Niemand will es zu geben, niemand kennt einen Transsexuellen, man hat nix gesehen, nix gehört. Absolute Ignoranz.

Dem setzen die jüngeren Generationen aber nun ein Ende! Die jungen homosexuellen Paare, sowie auch Transexuelle verstecken sich nicht mehr. Heut zu Tage, vorallem in Istanbul Zentrum trifft man sie auf Schritt und Tritt, in der Migros, in einem Cafe, am Hafen, im Park, etc. Klar haben die politischen Rückschläge dank unserem achso religiösen Erdogan dem ganzen ein Einhalt geboten, nur leider klappt das nicht wie erwartet. Das Volk ist mittlerweile so zusammengeschweisst dass sie alles und jeden schützen. Früher wurden die Transexuellen Strichgänger hart bestraft, heute kommt die Polizei nicht mehr an sie ran.

Der Witz an Erdogan ist, dass er sich nicht getraut direkt die Transsexuellen oder die Homosexuellen anzugreifen, zumindest nicht Öffentlich, da eine seiner besten Freundinnen die berühmte Sängerin und Schauspielerin Bülent Ersoy ist, die wiederum ist der erste komplett umoperierter Mann zur Frau auf der Welt. Ja, ihr habt richtig gelesen. Was für ein Widerspruch nicht? 🙂 Bülent ist als Mann geboren, aber fühlte sich nicht wie einer, mit Reichtum und Ansehen war das alles kein Problem, nur war damals alles ein bisschen schwieriger und weniger weit in der Medizin. Am 14. April 1981 wurde sie operiert und erhielt nach ihrer Rückkehr aus London, nach der Operation gleich ihren rosaroten neuen Pass, hier der Wikipedia Eintrag zu Bülent Ersoy. Das ganze Volk hat das natürlich verfolgt, da Bülent Ersoy weder als Sänger/in noch als Schauspieler/in weg zu denken war.

Sehr spannend ist auch dass einer der überhaupt erfolgreichsten Sänger Zeki Müren geboren 1931 ein homosexueller mit der Neigung zur Frau war. Zu beginn haben natürlich die Manager dieses berühmten Mannes versucht alles zu vertuschen, bilder mit x Frauen in der Öffentlichkeit etc. nur konnte man nicht all zu lange verbergen was so offensichtlich war. Nach seinem nicht all zu direktem Coming Out, wurde er weder gedisst, verhasst oder deswegen anderst behandelt, im Gegenteil das halbe Volk hat ihn sowieso schon vergöttert, zudem war er der Antrieb für x tausende Geständnisse in türkischen Häusern. Man sagte damals nicht „ich bin Schwul“, sondern: „Ich bin wie Zeki Müren“ Er hat unbewusst so vielen Menschen das Leben gerettet, die damals noch dachten dass ihr „Anderst sein“ eine Krankheit ist und so viele ehrliche Coming Out’s wurden mit dem Tode bestraft, durch die eigenen Familien, wie in diesem Report zu sehen ist. Istanbul ist eine Stadt die laut Statistik mehr als 16 Millionen Einwohner hat, viele davon sind aus den Dörfern im Norden (die sogenannte untere Schicht). Aber trotzdem, dank diesen zwei sehr wichtigen Vorbildern, damals und auch heute noch, getrauten sich immer mehr und mehr Männer sich femininer zu kleiden, oder ihre Liebe zu einem anderen Mann zu gestehen. Zeki Müren war der Vorreiter aller homosexuellen Offenbarungen in der Türkei. Die Homosexualität ist seit 1852 in der Türkei keine Straftat mehr, aber die Mehrheit des Landes ist den Jahrtausend alten Traditionen verfallen und somit immer noch sehr Intolerant. In Istanbul sind die Facetten noch sehr unterschiedlich wie gesagt in den unteren Schichten zum Teil immer noch nicht akzeptiert, aber in der Stadt selbst existiert das Problem der Verhöhnung kaum noch. Es wird immer mehr und mehr Öffentlich darum gekämpft endlich Akzeptanz zu erhalten.

Das ganze ändert sich fatal wenn wir Istanbul verlassen. Junge Männer müssen ihre Familien verlassen bevor es jemand merkt und am besten nie wieder zurück blicken, da sie es sonst eventuell mit ihrem Leben bezahlen müssen. Es wird als Krankheit oder gar Fluch angesehen, als die Schande schlechthin. Meistens sind dann auch keine finanziellen Absicherungen vorhanden, somit sind die jungen Herren meistens zur Prostutition verdammt. Die männliche Prostutition ist sehr gross in der Türkei, vorallem in den Grossstädtern. Hingegen ist man ein Moderator, Sänger oder ein Filmstar wird man geliebt und akzeptiert. Das Land der Widersprüche! Arme Menschen erklären das auf ihre Weise: “ Die reichen haben alles schon satt, sie suchen sich immer neue Herausforderung, die sind nicht Schwul denen ist langweilig weil sie alles haben“. Witzige Aussage und doch ist die unwissenheit des einfachen Mannes beängstigend Traurig. Und wenn man sie fragt, warum es denn auch unter den armen Menschen homosexuelle gibt ist die Antwort: „die kriegen keine Frau ab oder die sind psychisch Krank“.

Zurück zum Restaurant Der King am Grill. Diese Familie stammt ursprünglich aus Erzincan eine der Herz-Städte der Traditionen unseres Landes. Die Völker in dieser Gegend sind mehrheitlich Aleviten und somit verfolgen sie eher Traditionen als Religion. Die Aleviten sind an sich bekannt für ihre Toleranz und nächsten Liebe, diese Aussagen treffen auf Ersin und seine Schwester Senem zu. Sie akzeptieren und respektieren das Fremde, unbekannte, vielleicht würde sich diese Haltung ändern wäre ein Verwandter betroffen 🙂 das wissen wir nicht. Ich weiss nur dass sie Vanessa total mögen und Vanessa sich nicht verstellen muss um sich dort wohl zu fühlen. Auch wenn sie in einem Rock oder im Kleid antanzen würde. Und genau aus diesem Grund liebe ich dieses Volk. Auch wenn sie es nicht verstehen, vielleicht sich nicht einmal drum bemüht haben es zu verstehen, sie akzeptieren und zeigen den selben Respekt den ein anderer Gast auch erhält. Und ich finde manchmal braucht es nicht mehr. Man kann nicht immer alles verstehen, aber man kann das „Anders sein“ hinnehmen und respektieren.

Wir sind in so vielen Hinsichten so unterschiedlich, weshalb können wir in unserer Sexualität nicht anders sein? Genauso wie wir unterschiedliche Vorlieben haben bezüglich des Aktes, weshalb soll Homosexualität akzeptiert sein und Shemale nicht, egal ob hier oder sonst wo? Wenn es das eine gibt und akzeptiert ist mittlerweile, dann kann es doch noch etwas anderes geben. Wie zum Beispiel versucht man doch, in einem Streitfall oft einen „Mittelweg“ als Lösung zu finden, vielleicht ist dieser „Mittelweg“ für den einen oder anderen tatsächlich die Lösung!

Ich persönlich glaube an die Liebe und an den Respekt, das ist meine Religion und alles was damit zu tun hat, ist bei mir Willkommen. Ich bedanke mich herzlich dass ihr euch die Zeit genommen habt meinen Eintrag zu lesen und stehe gerne für Fragen/Meinungen euch zur Verfügung.

Liebe Grüsse und ein wunderschönes Wochenende mit euren Liebsten 🙂

Alev

18.11.2012 Wieso ich zur Shemale werden will

Wieso ich zur Shemale werden will

Ich habe in meinem Leben lange danach gesucht, wer, was und wie ich bin, wie ich leben will und leben kann. Dabei habe ich ich festgestellt, dass ich weder das eine noch das andere Geschlecht bin, sondern beide Geschlechter bin, mitten drin stehe aber diese Vorzüge nicht habe. Ich habe in dieser langen Zeit, viel ausprobiert, unter anderem habe ich in den 1990-er Jahren auch mal eine Hormonbehandlung versucht, um eventuell dann eine Geschlechtsumwandlung zu machen, habe es dann aber nicht gemacht und die Hormonbehandlung abgebrochen.

Da bei mir, im Jahr 2011, im Zuge verschiedener Untersuchungen festgestellt wurde, dass ich einen starken Hormonmangel habe, den man beheben muss, hatte ich das Glück, dass ich wählen konnte, was für Hormone ich zur Behebung des Hormonmangels nehmen will. Nach längerem abwägen und diskutieren der Vor- und Nachteile habe ich mich dann für weibliche Hormone (Östrogene) entschieden. Da ich mir in der Zwischenzeit immer sicherer wurde, dass eine operative Geschlechtsanpassung nicht in frage kommt, da ich zwischen den Geschlechtern stehe, habe ich mich entschieden, nur Östrogene zu nehmen, und dann so zu leben, da ich so am nächsten an mein Ideal herankomme. Eine geschlechtsangleichende Operation käme nur dann in Frage, wenn es durch eine Krankheit oder durch Verletzungen nicht mehr anders ginge.

Diese Lebensweise wird es mir das Leben nicht gerade erleichtern, aber das gehört dazu, da ich nur so so sein kann wie ich sein will und bin. Dann kommen noch so Hindernisse dazu, wie den Vornamen anzupassen, eventuell auch noch das Geschlecht in den Ausweisen zu ändern, etc. Aber das gehört halt alles dazu, auch wenn es stellenweise ein Kampf werden wird, mit Behörden, etc. Das kämpfen wird sicher zu meinem Leben gehören, denn es gehört ja schon im bisherigen leben dazu. Aber auf dem Weg, auf dem ich jetzt bin, ist das nicht mehr so schlimm da ich inzwischen selbstsicherer und auch stolzer bin als vorher. Mein Leben hat sich auf diesem Weg sehr stark verändert, und ich finde es hat sich sehr stark positiv verändert, das gleiche denken auch Personen die mir sehr nahe stehen. Von dem her bin ich auf dem richtigen Weg, auch wenn es als Shemale sicher nicht immer leichter ist.

Ich will Shemale werden, weil ich gefühlsmässig zwischen den Geschlechtern stehe, und so am nächsten an mein Ideal herankomme.

16.11.2012 Begriff Shemale

Etwas zum Begriff Shemale

Shemale ist zwar ein negativ besetzter Begriff, den ich auch für mich in Zukunft trotzdem verwenden werde, weil er dem was ich sein werde am nächsten kommt. Die negative Besetzung kommt vor allem von der Prostitution, der Pornoindustrie mit ihren Pornofilmen, Pornowebseiten, etc., her. Ich möchte eigentlich, dass dieser Begriff positiv besetzt wird, als Bezeichnung für ein Zwischengeschlecht oder einen körperlichen Wandel, den jemand am machen ist.

Die englische Herkunft

Der Begriff Shemale setzt sich aus den beiden englischen Wörtern She (in deutsch Sie 3. Person einzahl) und male der englischen Geschlechtsbezeichnung für den Mann (also auf deutsch: männlich). Das ergibt bei wortwörtlicher Übersetzung: Siemann, also bei sinngemässer Übersetzung wäre das in etwa weiblicher Mann, oder auch Transsexueller, Transe, obwohl es im englischen für transsexuelle Personen auch den Begriff transexual gibt.

Was ist eine Shemale

Eine Shemale ist nichts anderes, als eine voroperative Mann zu Frau transsexuelle. Sie ist durch ihre Hormonbehandlung oben schon weiblich, und hat somit meistens schon einen Busen. Die geschlechtsangleichende Operation hat sie jedoch noch nicht gemach. Bei sind  die männlichen Geschlechtsteile noch vorhanden, sie hat noch einen Penis und auch noch Hoden.

 

27.04.2012 Shemale werden

Shemale werden

Dieser Artikel soll nicht eine Anleitung sein, wie man Shemale wird, sondern er kann nur einige Aspekte beleuchten, was es braucht, um sich auf diesen Weg zu machen. Dieser Artikel wird auch sicher nicht fachlich ganz korrekt sein, da ich vieles möglichst einfach zu schildern versuche, und auch viel Persönliches eingeflossen ist. Es mögen gewisse Warnungen in den Augen verschiedener Personen übertrieben erscheinen, ich streiche sie heraus, damit diejenigen die sich für diesen Weg interessieren oder sich auf diesen Weg machen wollen, oder sicher machen, ihn in Sicherheit und mit fachlicher Unterstützung machen.

Ich habe entdeckt, dass es einige Personen gibt, die nach „Shemale werden“ suchen. Eine Shemale ist eigentlich ein vorübergehender Zustand, denn eine Shemale ist im Prinzip nichts anderes als eine voroperative Transsexuelle. Das heisst, es ist ein Mann der schon eine Hormonbehandlung am machen ist, weibliche Brüste hat, sich meistens auch weiblich kleidet, aber noch einen Penis statt eine Vagina hat, also die sogenannte geschlechtsangleichende Operation noch nicht gemacht hat. Alleine schon deshalb ist es nicht gerade sehr einfach eine Shemale zu werden.

Es braucht also gewisse Voraussetzungen dazu, dass man zur „Shemale“ werden kann. Unter anderem gehören in vielen Ländern die Begutachtung der Person durch einen Psychiater oder Psychologen für ein entsprechendes Attest, dass man transsexuell ist, sowie oft ein Alltagstest dazu, das heisst, man muss eine Zeit lang in der Rolle als Frau leben. Danach kann dann die Hormonbehandlung mit Östrogenen beginnen.

Ein Mann der eine normale Menge Testosteron (männliches Geschlechtshormon) im Blut hat, bekommt einen Testosteron-Blocker als zusätzliches Medikament, zu den Östrogenen (weibliches Geschlechtshormon). Beide Medikamente können starke nicht mehr Rückgängig zu machende Nebenwirkungen haben. Zum Beispiel können Testosteron-Blocker als Nebenwirkung zu einem Testosteronmangel führen, auch geht das sexuelle Verlangen und die Potenz zurück, die auch nach dem Absetzen des Medikaments nicht mehr ohne Medikamente behoben werden können. Bei den Östrogenen können zum Beispiel ein erhöhtes Thromboserisiko, ein erhöhtes Herzinfarktrisiko, wie auch ein erhöhtes Schlaganfallrisiko auftreten. Die Beispiele, die ich hier aufgezählt habe, sind keine abschliessende Liste, sondern nur mal so ein kleiner Auszug aus den möglichen Nebenwirkungen. Deshalb ist es wichtig, dass man sich solche Medikamente nicht auf dem Schwarzmarkt besorgt, wenn sie einem der Arzt unter Umständen nicht geben will, weil es zu gefährlich ist. Eine solche Hormonbehandlung gehört unbedingt in die Hände von Fachleuten, denn die Risiken sind einfach zu gross. Natürlich haben die Medikamente auch erwünschte Wirkungen, wie Brustwachstum, etc. Allerdings können diese Medikamente auch psychische Auswirkungen haben.

So jetzt mal etwas Persönliches von mir. Ich hatte die letzten Jahre ziemlich grosse Hormonprobleme, welche erst nachdem ich mit meinem Psychiater gesprochen habe, und wir Abklärungen wegen anderer Probleme begannen, klar diagnostiziert wurden und seither auch behandelt werden. Ob die hormonellen Probleme die ich habe von einem früheren Versuch eine Geschlechtsumwandlung kommen, konnte bei mir nicht herausgefunden werden. Als ich die erste Hormonbehandlung abbrach, da ich mich nicht zur Operation entscheiden konnte, weil ich nicht zweihundert prozentig sicher war, nämlich zu hundert Prozent im Kopf und zu hundert Prozent im Herzen, war ich erleichtert, da es viel Druck von mir nahm. Ich hatte da und dann auch zwischendurch immer wieder Kontakt mit meinem Psychiater, und hatte auch immer wieder Termine bei ihm. In dieser fand ich auch heraus, dass ich gefühlsmässig weder Mann noch Frau bin, sondern mitten zwischen den Geschlechtern stehe.

Also, wenn ich beides nicht bin, sondern in der Mitte, und auch beides nie sein werde, dann bin ich von den Gefühlen her wohl ein Hermaphrodit (umgangssprachlich gesagt ein Zwitter). Wegen dem Hormonmangel den ich lange hatte, und der auch aus Gründen der Osteoporose-Vorsorge sowieso behandelt werden musste, konnte ich auch die Art der Hormone wählen. Ich habe mich für weibliche Hormone, also für Östrogene, entschieden und das nicht nur, um meinen Gefühlen am nächsten zu kommen, sondern weil sie für mich auch noch andere positive Wirkungen haben, wie zum Beispiel dass ich weniger schwitze als früher, natürlich auch ein Brustwachstum, wieder mehr Antrieb was zu machen, etc. Für mich persönlich, ist trotz der erhöhten Risiken wegen der Östrogentherapie die ich mache, viel Positives herausgekommen, und es ist für mich die Risiken wert, aber das auch nur, weil ich in sehr guten fachärztlichen Händen bin. Zudem fühle ich mich auch sehr sicher da ich mit jemandem zusammenwohne der mich unterstützt, mir Sicherheit gibt, und mich auch sehr gut versteht. Ich bin froh, kann ich den Weg so machen, wie ich ihn jetzt mache, dafür bedanke ich mich bei allen, die mich fachlich wie auch mit Verständnis Geborgenheit, Sicherheit, Akzeptanz und als Person unterstützen, weil sie da sind, Danke Danke Danke.

Und bitte geht diesen Weg nur, wenn ihr euch sicher seid, dass ihr diesen Weg gehen wollt, denn die Konsequenzen können weitreichend sein.